Millimeter und Maßstab prüfen
STL speichert die Oberfläche als Dreiecksnetz, aber keine verbindliche Längeneinheit. Exportiere dein Modell im Maßstab 1:1 mit Millimetern als Einheit. Öffne die exportierte Datei erneut und vergleiche ihre Abmessungen mit einem bekannten Sollmaß. Kontrolliere danach auch die Maße in der FILA3D-Vorschau.
Eine Halterung soll 40 mm lang sein, angezeigt werden 4 mm. Prüfe zuerst die Export-Einheit: Zentimeter statt Millimeter können einen Faktor 10 verursachen. Eine pauschale Vergrößerung kann auch Bohrungen und Passungen verändern.
Ein geschlossenes Volumen exportieren
Fehlende Dreiecke, sich kreuzende Flächen oder uneindeutige Innen- und Außenseiten können die Druckvorbereitung stören. Prüfe das Netz in deinem CAD- oder Reparaturprogramm und exportiere nach einer Korrektur erneut. Automatische Reparaturen können Geometrie verändern; vergleiche das Ergebnis mit dem Original.
Eine oben offene Schale ist möglich: Innenfläche, Außenfläche und oberer Rand bilden zusammen die geschlossene Wand. Eine einzelne Fläche ohne Wandstärke ist dagegen kein geschlossener Körper. Ein geometrisch „wasserdichtes“ Netz verspricht keine Flüssigkeitsdichtheit des Druckteils.
Wandstärken und Details kontrollieren
Eine sichtbar gezeichnete Wand ist nicht automatisch druckbar. Düse, Bahnbreite, Druckprofil, Material und Geometrie beeinflussen, welche Stege und Details entstehen können. Schau besonders auf dünne Rippen, kleine Schrift, schmale Spitzen und Bereiche um Bohrungen. Eine Schichtvorschau hilft, fehlende Bereiche zu erkennen.
Eine dünne Rippe ist in der 3D-Ansicht zu sehen, fehlt aber in der Schichtvorschau. Überarbeite ihre Geometrie oder lass sie vor dem Druck prüfen. Es gibt keine pauschale Mindestwandstärke, die für jedes Material und jede Belastung passt.
Passungen und Gegenstücke angeben
Beschreibe, ob zwei Teile gleiten, einrasten, sich stecken lassen oder fest verbunden werden sollen. Nenne kritische Durchmesser, Lochabstände und Maße des Gegenstücks. Gewünschtes Spiel gehört zur Konstruktion; ein universeller Toleranzwert lässt sich daraus nicht ableiten. Bei neuen Konstruktionen ist zunächst ein Passmuster sinnvoll.
Ein Zapfen mit 10 mm Durchmesser und eine Bohrung mit ebenfalls 10 mm enthalten rechnerisch kein Spiel. Ob die gedruckten Teile zusammenpassen, ist damit nicht gesichert. Gib die gewünschte Funktion an und prüfe ein Muster, bevor du mehrere Teile bestellst.
Ausrichtung und Einsatz beschreiben
Markiere wichtige Sichtflächen, Auflageflächen und Befestigungen. Die Druckausrichtung beeinflusst Oberflächen, Stützstellen und das Verhalten unter Belastung. Beschreibe, wo Kräfte wirken, ob Wärme oder Feuchtigkeit auftreten und welche Flächen nach dem Druck zugänglich sein müssen.
Bei einem Winkelhalter hilft „an zwei Schrauben befestigt, Kraft wirkt nach unten am freien Ende“ mehr als „bitte stabil drucken“. Die geeignete Ausrichtung und die Annahme für den beschriebenen Einsatz werden vor dem Endangebot geprüft.
Dateien für die Anfrage zusammenstellen
Lade fertige STL-Dateien mit geprüften Abmessungen hoch und gib die Stückzahl je Modell an. Möglich sind bis zu fünf Dateien, höchstens 100 MB je Datei und 250 MB insgesamt. Der Bauraum beträgt 250 × 220 × 270 mm; die geeignete Ausrichtung muss dazu passen. Ergänze kritische Maße und Hinweise im Auftrag.
Für eine Box mit separatem Deckel: zwei STL-Dateien, jeweils die gewünschte Stückzahl und ein Hinweis zur Verbindung. Eine erfolgreiche Uploadprüfung ersetzt keine vollständige Prüfung von Wandstärke, Passgenauigkeit oder späterem Einsatz.